
Vom Original zur Geschichte
Alte Handschriften, neue Bilder und die Arbeit dazwischen. Ein Blick hinter die Seiten unseres Familienprojekts.
Aus einzelnen Spuren wird unsere Familiengeschichte
Ein Name auf einer Familienliste. Eine Erinnerung an ein Haus. Eine schwer lesbare Zeile im Kirchenbuch. Aus solchen Fragmenten entsteht Schritt für Schritt ein zusammenhängendes Bild unserer Familie. Wir verbinden das Wissen unserer Angehörigen mit historischen Quellen und der Unterstützung von KI – und machen daraus ein Familienarchiv, das weiter wachsen darf.
- Erinnerung
- Quelle
- Geprüfte Verbindung
- Familienarchiv
- Buch & Film
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Am Anfang stehen Menschen und Erinnerungen
Familienlisten, bereits vorhandene Stammbäume, Fotos und Erzählungen geben uns die ersten Anhaltspunkte. Wir sammeln Namen, Lebensdaten, Partnerschaften, Kinder und Bezüge zu Häusern.
Daraus entstehen Fragen: Gehören zwei gleichnamige Personen zusammen? Aus welcher Ehe stammen die Kinder? Wer blieb im Emmental, wer wanderte aus? Übernommene Angaben sind zunächst Hinweise. Ihre Herkunft und noch offene Fragen gehören zur Geschichte dazu.
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Wir folgen den Spuren in die Quellen
In der Schweiz arbeiten wir unter anderem mit Tauf-, Ehe-, Toten- und Konfirmandenrodeln, Familienverzeichnissen und den digitalen Beständen des Staatsarchivs Bern. Für Eggiwil und Langnau nutzen wir auch von der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft Bern (GHGB) digitalisierte Kirchenbücher. Hausgeschichten beziehen wir, wo entsprechend belegt, aus Hans Minders «Lexikon der Gemeinde Eggiwil» und verbinden sie mit den betreffenden Menschen und Ereignissen.
FamilySearch und MyHeritage liefern zusätzliche Suchhinweise und vorhandene Familienzusammenstellungen. Bei Spuren in die USA suchen wir nach passenden Belegen etwa in Volkszählungen, Passagier- und Einwanderungslisten, Heirats- und Sterberegistern sowie Friedhofs- und Nachrufangaben. Welche dieser Quellen tatsächlich gefunden wurden, wird beim jeweiligen Fall festgehalten; nicht jede Quellengattung liegt für jede Person vor.
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KI hilft suchen – Belege tragen die Verbindung
KI-Agenten unterstützen uns dabei, umfangreiche digitalisierte Bücher und Register systematisch zu erschliessen: Sie suchen nach Namen und Schreibvarianten, lesen geeignete Textbestände aus, sichten Bildseiten, schlagen Registerverweise nach und stellen mögliche Treffer zum Vergleich zusammen. Indexierte Onlinebestände erlauben die Suche in sehr grossen Sammlungen; schwer lesbare Handschriften erfordern dagegen die gezielte Prüfung einzelner Seiten und Ausschnitte. Die Suche kann über Ländergrenzen und viele Generationen führen. Bei jedem Recherchelauf halten wir fest, welche Bestände durchsucht und welche Originalseiten geprüft wurden. Entscheidend ist, ob eine konkrete Fundstelle zur gesuchten Person passt.
Für eine Zuordnung vergleichen wir neben dem Namen auch Eltern, Ehepartner, Wohn- und Heimatorte, Daten und den Zusammenhang im Register. Ein passender Name allein genügt nicht. Wir unterscheiden zwischen Geburt und Taufe sowie Tod und Bestattung. Widersprüche bleiben sichtbar, und eine vermutete Verbindung wird nicht stillschweigend zur Tatsache. Die KI kann Handschriften falsch lesen und Personen verwechseln; ihre Ergebnisse sind prüfbare Arbeitsvorschläge, keine eigenständigen historischen Belege. Angehörige können mit ihrem Wissen ergänzen und korrigieren.
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Ein gemeinsames Gedächtnis für die Familie
Im login-geschützten Familienbereich werden Personen, Beziehungen, Bilder, Dokumente und Häuser zusammengeführt. Unsere Angehörigen können den Stammbaum interaktiv erkunden, Personen und Inhalte durchsuchen und zwischen verwandten Einträgen wechseln. Quellen und Kontext machen sichtbar, woher Angaben stammen. Rückmeldungen helfen, Lücken zu schliessen und Fehler zu berichtigen.
Die öffentliche Website zeigt unsere Arbeitsweise und ausgewählte Geschichten; die persönlichen Familieninformationen gehören in den geschützten Bereich.
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Aus Daten werden Geschichten, Bücher und Filme
Auf dieser gemeinsamen Grundlage entsteht ein digitales Familienbuch mit inzwischen über 600 erfassten Angehörigen und Vorfahren. Stammbäume geben Orientierung, Hausgeschichten werden bei den Menschen und Ereignissen erzählt, zu denen sie gehören. Auf wiederkehrenden Quellendoppelseiten können wir Originalausschnitte, lesbare Übertragungen und eine verständliche Einordnung zusammenbringen. Das Buch bleibt ein datierter Arbeitsstand: Eine erkennbare Version macht spätere Ergänzungen und Korrekturen nachvollziehbar.
Aus den recherchierten Zusammenhängen entwickeln wir auch Konzepte, Drehbücher, Illustrationen und Videos. Historische Quelle, Lesung und erzählerische Interpretation werden dabei auseinandergehalten. KI-Bilder und nachgestellte Szenen werden als solche kenntlich gemacht; sie ersetzen keinen Beleg. Die folgenden Making-of-Beiträge zeigen, wie diese gestalterische Arbeit im Einzelnen entsteht.
Unsere Recherche nachvollziehen
- Eine Quelle identifizieren
- Archiv oder Sammlung, Buchtitel, Zeitraum, Registerseite, Eintragsnummer und – soweit vorhanden – ein dauerhafter Verweis. PDF-Seite und historische Buchseite getrennt angeben.
- Original und Bearbeitung unterscheiden
- Ein Scan, ein Ausschnitt, eine Transkription und eine KI-Illustration haben unterschiedliche Funktionen. Eine lesbare Übertragung ist eine Lesung, nicht das Original selbst. Digitalisierung und ursprüngliches Buch jeweils nennen, beispielsweise Kirchgemeinde und GHGB.
- Beziehungen begründen
- Übereinstimmende Daten und Familienbezüge dokumentieren; Hinweise aus Online-Stammbäumen möglichst bis zu den hinterlegten Belegen zurückverfolgen. Mehrere Abschriften derselben Quelle sind keine unabhängigen Bestätigungen.
- Unsicherheit bewahren
- Unleserliche Stellen, abweichende Datierungen und offene Anschlüsse kennzeichnen. Gleichnamige Personen und verschiedene Heimatorte getrennt halten, bis ihre Identität belegt ist.
- Den Suchumfang benennen
- Festhalten, welche Bücher und Registerbereiche geprüft wurden und welche fehlen. «Nicht gefunden» bedeutet nicht automatisch «hat nicht existiert».
Unsere Familiengeschichte ist kein fertiges Ergebnis. Sie wächst mit jedem belegten Fund – und mit jedem Menschen, der sein Wissen mit uns teilt.
Mit Lya durch die Geschichte
Lya ist die Sprecherin unserer Filme – eine KI-generierte Figur, keine historische Person und keine Vorfahrin. Sie führt durch Orte und Zeiten. So entstand der Film Schritt für Schritt in unserem Videoprojekt-Bereich.
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Überlieferungen
Familienüberlieferungen und historische Quellen bilden den Kontext: Register, Ortsgeschichte, Bilder der Zeit.
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Konzept
Daraus entsteht das Konzept: Welche Zeit, welche Orte, welcher rote Faden – und was als belegt gilt.
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Drehbuch
Der Erzähltext wird geschrieben, Szene für Szene, mit dem Sprechtext von Lya.
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Storyboard
Jede Szene erhält Zeitfenster, Ort, Bildidee und Bewegung – beim Langnau-Film 16 Szenen auf 7:40 Minuten.
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Medien
Historische Vorlagen, KI-Bilder der Landschaft und die Figur Lya werden gesammelt und den Szenen zugeordnet.
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Produzentenansicht
Alle Angaben einer Szene auf einen Blick: Bild-, Video- und Sprechvorgaben für die Produktion.
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Audio-Generator
Lyas Stimme wird pro Szene als Sprechaufnahme erzeugt und als Take gespeichert.
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Szenen mit Sprecherin
Zum Schluss entstehen die einzelnen Szenen, in denen Lya durch die Landschaft führt, und werden zum Film geschnitten.
Micheli Schüppach
Drei historische Bildvorlagen aus dem Beitrag «Emmentaler Wunderarzt» des Schweizerischen Nationalmuseums. Daraus entstanden verschiedene KI-Bilder und Videosequenzen zu Personen, Gebäuden und Handlungen im Film. Hier stehen die unveränderten Originalvorlagen den daraus entstandenen KI-Nachbildungen gegenüber.
Quelle: Schweizerisches Nationalmuseum · Emmentaler WunderarztMicheli Schüppach bei der Konsultation
Die Residenz und ihre Umgebung
Marie Flückiger · Vermittlerin zwischen den Sprachen
KI-Nachbildungen sind synthetische Interpretationen, keine historischen Fotografien. Die Vorlagen geben visuelle Anhaltspunkte. Belegte Tätigkeiten wie Maries Übersetzen können die Szenen inspirieren; die konkrete Ausgestaltung mit Farben, Räumen, Gesten und Gesprächen bleibt eine Interpretation.
Langnau um 1800
Eine historische Vedute wird zur Vorlage für eine neue Bildinterpretation und eine bewegte Szene. Das Original bleibt unverändert; Farbe, Licht und Bewegung der KI-Darstellungen sind keine überlieferten Aufnahmen.

«VeduteLangnau» · Urheber unbekannt · vermutlich um 1800. Die Datierung ist nicht gesichert.
Gefunden auf Wikipedia; auf Wikimedia Commons als gemeinfrei ausgewiesen.

Die historische Ansicht als farbige KI-Interpretation. Generiert mit Kodax AI auf Grundlage der Vedute.
KI-generiert · keine historische Fotografie
Produktion: Kodax AI · verwendete Modelle gemäss Produktionsangabe: OpenAI 6 Astra und Seadance 2.5.
Die Vedute dient der regionalen Anschauung. Weder das Original noch die KI-Darstellungen belegen bestimmte Familienereignisse oder die Identität von Personen.